ESEL & ARBEITSTIERE IN NOT

Vielen Arbeitstieren in südlichen Ländern und im Osten Europas geht es lausig. Sie schuften und werden oft nur minimal betreut. Wenn sie nicht mehr können - altersbedingt oder wegen einer Beeinträchtigung - dann werden sie geschlagen und oft einfach ausgesetzt und ihrem eigenen Schicksal überlassen. Tierarzt- oder Hufschmied-Kosten werden selten oder gar nicht aufgebracht. Einigen Haltern fehlt das Geld, andere sind einfach ignorant.
Die Tierbotschafter.ch helfen Eseln und Arbeitstieren in Not. Früher bei Peter und Agnes in der Türkei, aktuell bei Michèle in Marokko.
Wir ermöglichen den Tieren - mit der Unterstützung von Paten - ein schmerzfreies, möglichst gesundes und artgerechtes Leben in Würde. Michèle in Agadir kümmert sich nebst den vielen Tieren auf ihrer Ferme und den grossen Kastrationsprogrammen in und um Agadir auch immer wieder um verletzte Grautiere.  Mehr zu Michèle

Bei Michèle auf der Ferme in Agadir

Benjamin und Leilou sind die einzigen Grautiere, die auf der Ferme bei Michèle herumspazieren können. Sie scheinen ihr Privileg und ihre Freundschaft auch zu geniessen.

Wer hätte das vor 3 Jahren gedacht, als Michèle Benjamin mehr tot als lebendig aufpäppelte? Oder im gleichen Sommer die arme Leilou in schwierigem Zustand von der Autobahn-Ausfahrt rettete und zu sich aufnahm.

Dank Paten und Spendern können wir Tierbotschafter diesen Eseln bei Michèle ein gutes Leben ermöglichen.

Herziger Film über die beiden

6. April 2019

Auf Michèles Ferme tut sich was. Eselin Leilou wird immer dicker. Don Quichotte, der alte gerettete Esel hat kurz vor seiner Kastration letztes Jahr noch sein Werk vollbracht und einen süssen Nachkommen gezeugt. Michèle sah den Bauch wachsen, glaubte aber nicht daran... doch nach 14 Monaten Tragezeit hat Leilou den süssen Kasimir geboren.
Zur Erinnerung: Leilou stand  im Sommer 2017 3 Tage verletzt und ausgesetzt an der Autobahnausfahrt.

 

Filmli der jungen Familie gleich nach der Geburt - wir gönnen ihnen ihr Glück in der Geborgenheit von Michèles Ferme.

 

Der kleine Kasimir ist ein richtiger Wonneproppen und sehr verschmust: Update vom 23. April 2019

1. April 2019

Zeit für ein Update: Die Tiere auf Michèles Ferme sind gut versorgt und in Sicherheit. Benjamin - Star der Ferme - darf sich frei bewegen, damit er seine Muskelkraft nicht verliert.
Er kommt mit allen Tieren gut klar. Die Nacht verbringt er im Stall bei seinen Freundinnen dem kleinen Maultier und seiner Freundin. Letztere hatte Michèle dem Maultier-Kind zur Seite gestellt, weil es ihr nicht gut ging, wenn Benjamin auf Wanderschaft war. Filmli Benjamin AnfangsApril 19 auf Michèles Ferme

Rundherum werden Streunerhunde wieder vergiftet, was das Leben draussen für viele Tiere zur Hölle macht.
Und trotzdem die Bilder täuschen nicht: Michèles Ferme ist eine Oase für die Tiere.
 

23. Januar 2019

Benjamin geht es gut in Agadir wie dieses Video zeigt.
Der im Sommer 2017 gerettete geschundene Esel-Opa geniesst sein Leben auf Michèles Ferme ganz offensichtlich.

Sein Bein wird nie mehr gut werden, aber es ist nicht mehr entzündet und eitert nicht mehr.
Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben Benjamin zu retten.

Zur Erinnerung: Benjamin bei seiner Rettung

27. Mai 2018

Der Truppe in Agadir geht's gut. Lucy das kleine Maultier gedeiht prima. Der alte Don Quichotte ist immer noch verliebt und Leilou scheint es wohl zu sein um ihre Kollegen herum.

Benjamin ist der einzige der Notfallesel, der bereits auf Michèles Ferme herumspazieren kann.
Das ändert allerdings, wenn die Ställe fertig gebaut sind und die anderen Grautiere auch auf die Ferme umziehen können.

30. November 2017

Bejamin nimmt ein Sandbad und geniesst sein Leben auf Michèles Ferme.

1. Oktober 2017

Benjamin kommt nun schon zum Fenster bei Michèle, wenn er sich am Laternenpfahl kratzt, dann fliegt der um…. Mit Diabolo, dem Chefkater versteht er sich offenbar prächtig und auch mit den Hunden geht es gut.

Sein Bein wird wohl nie mehr gut kommen, aber er geniesst das unbeschwerte Leben ganz offensichtlich.

Inzwischen stehen  neben dem verliebten DonQuichotte und Loulu weitere ausgemusterte Arbeitstiere. Dank der Paten und unserem Programm konnten auch sie gerettet werden. Vielen lieben Dank.

 

 

27. Juli 2017

Die verletzte LEILOU steht schon seit 3 Tagen an der Autobahnausfahrt.

Benjamins Rettung und das damit verbundene neue Projekt Esel, Arbeitstiere in Not hat eine hohe Akzeptanz gefunden.

Dank der spontanen Solidarität konnten wir mit LEILOU bereits einen neuen Notfall aufnehmen. Die verletzte Eselsdame wurde bei der Autobahnausfahrt vor der Zahlstelle Amskroud, Taroudant aufgegriffen. Sie stand mehrere Tage dort und konnte kaum gehen. Sie steht jetzt im gleichen Stall wie DonQuichotte und wird wohl zum ersten Mal in ihrem Leben verwöhnt und gepflegt.

 

Projekt Agadir/Marokko: ...und dann kam Benjamin

Der arme Esel in Agadir scheint schon sehr lange mit grossen Schmerzen unterwegs gewesen zu sein. Filmli Benjamin auf der Strasse

Anfangs Juli 2017 kam er dann zu Michèle. In einem bedauernswerten Zustand, von Schmerzen gepeinigt - niemand schien zuständig. Sein Bein sah grauenvoll aus; nicht gebrochen, aber mit üblen Infektionen. Benjamin, wie der unkastrierte Hengst inzwischen heisst, kommt zu Michèle auf die Ferme und wird sofort vom Tierarzt behandelt. Einquartiert zwischen den Hühnern, umringt von unzähligen Katzen und vielen Hunden, kriegt er nebst der dringend nötigen medizinischen Behandlung auch gutes Futter. Und wohl zum ersten Mal in seinem Leben einen Apfel... den er nach anfänglicher Skepsis mit Genuss verzehrt.

Benjamin ist ein tragischer Fall, aber er ist ein Kämpfer und es geht ihm von Tag zu Tag besser. Michèle und die marokkanischen Fachleute kämpfen für Benjamin und geben ihm die Chance, die er verdient hat! Wir drücken Benjamin und dem ganzen Team die Daumen, dass er bald wieder mehr Lebensqualität hat und auf alle vier Beine kommt.

Besuch bei Agnes & Peter April 2014

Auch wenn dies ein eher kleines Tierschutzprojekt ist, ist es doch von grosser Bedeutung. Der einzige Gnadenhof für ausgediente Arbeitstiere in der Gegend um Alanya setzt ein wichtiges Zeichen und erzielt sprechend viel Aufmerksamkeit. So werden Eisel, Josef & die anderen Grautiere zu Botschaftern dafür, dass die oft geschundenen Arbeitstiere wunderbare Kreaturen sind.

Ja und Eisel ist wirklich ungewöhnlich, er schmust unglaublich gern. Bei meinem Besuch hat er mir, wie das mein Hund manchmal macht, den Kopf regelrecht in den Bauch gestossen, um gekrault zu werden. Und zum Abschied führte er uns eine überaus witzige Nummer auf und streckte uns immer wieder die Zunge raus. Je mehr wir lachten umso mehr machte er es.

Die Tierschutzreise war sehr aufschlussreich aber auch sehr traurig, da es auch hier am politischen und offiziellen Willen fehlt, nachhaltige und übergreifende Lösungsansätze der Streunerproblematik und damit verbunden auch gegen die Tollwut zu verfolgen. Das Geld wäre zwar vorhanden, kommt aber anscheinend nicht an. Wir haben viele engagierte TierschützerInnen und auch tolle Türkische Tierärzte getroffen, haben Sachspenden, OP-Besteck und Studien verteilt. Es wird viel gemacht, aber der Weg ist sehr hart, steinig und weit… und die politischen Zeichen stehen nicht gut.

Projekt: Türkei Eselgnadenhof von Agnes & Peter

Von 2013 bis 2015 unterstützten wir den einzigen Gnadenhof für Esel im Südosten der Türkei finanziell und durch die Vermittlung von Patenschaften. Die Tierbotschafter waren massgeblich an seinem Aufbau beteiligt. Leider mussten Agnes & Peter wieder nach Deutschland zurück und den Gnadenhof aufgeben. Die Esel haben sie bei einer rund 1'000 KM entfernten Tierschutzorganisation untergebracht, wo es ihnen gut geht. Wir bedauern es ausserordentlich, dass es für diese wunderbaren und liebenswürdigen Arbeitstiere keine Auffangstation mehr gibt. Agnes und Peter danken wir für die grosse Tierliebe, die Hingabe und Pflege ihrer Schützlinge.

Geschichte geschrieben haben Eisel -der geschundene türkische Esel, welcher so gerne mit Peter schmuste. Dieser hat diesen Namen erhalten, so, weil der türkische Tierarzt Esel nicht korrekt aussprechen konnte und Eisel sagte.
Oder auch Fritzle, einer von vielen geschundenen Grautiere, der in schrecklichem Zustand auf dem Eselgnadenhof der beiden Asyl gefunden hat. Er hatte eine tiefe Schnittwunde  rund um den Hals von einem Draht. Alle vier Hufe waren stark deformiert, zudem hat er auf der einen Seite keine Mahlzähne mehr und auf der anderen so scharfe Zahnhaken, das er kaum fressen konnte. Peter füttert ihn mit einem Brei aus Weizenkleie und kleinen Apfelstückchen.