Brigitte & die Elefanten / Indien

Elefanten sind soziale Tiere, wie wir Menschen auch

Die in der Schweiz lebende Filmemacherin Brigitte Uttar Kornetzky kümmert sich um Notfälle und nimmt u.a. versehrte Elefanten im Norden Indiens auf. Im STC (Smiling Tasker Elephant Camp) in Assam finden geschundene und kranke Tiere Asyl. Die aussergewöhnliche Frau kämpft auf allen Ebenen für ein besseres Leben der Elefanten in Gefangenschaft, Freiheit und für mehr Ökotourismus im Norden Indiens. Die gut vernetzte Elefanten-Freundin, welche jeweils einige Monate pro Jahr in Indien verbringt, hat schon viel erreicht. Sie befindet sich jedoch auf einem langen steinigen Weg. Sie kämpft für Veränderungen, vernetzt, lobbiert, klappert viele Instanzen ab, weibelt durch ganz Indien und klärt unermüdlich auf mit ihrem sehr beeindruckenden Dokumentar-Film „WHERE THE ELEPHANT SLEEPS“.

 

Die Stiftung Tierbotschafter unterstützt die Einzelkämpferin Brigitte und ihre „Elefanten in Not“, insbesondere im Bereich Ausbildung der „Mahouts“, Aufklärung und mittels Elefantenpatenschaften.

Tierschutz in Indien in Zeiten von Corona

Corona-Zwischenbericht von Brigitte Uttar Kornetzky, 7. April 2020

It is not just about Animal Rights, it is about Human Wrongs!

Der Untersuchung von Elefanten in Not im Jan 2020 zufolge, konnten neun von zehn mit Tuberkulose infizierten Elefanten identifiziert werden. Diese Elefanten müssen täglich Touristen auf dem Rücken auf AmberFort in Jaipur, Rajasthan, hoch und wieder hinunter tragen. Es ist nicht genug, dass die Tiere ausgebeutet werden und versklavt sind, sie müssen auch noch arbeiten wenn sie mit schweren Krankheiten infiziert sind. Hier ist der Link zum Youtubefilm: Die Elefantenkuh namens Bobbi, Riding-Nummer 14, kann den hinteren Fuss nicht mehr heben, mit Touristen auf dem Rücken. Amer Fort, Jaipur.

Mit dem Ausbruch der Pandemie wurden die Touristenritte der Elefanten auf AmberFort in Jaipur eingestellt. Was kein Gipfeltreffen der Welt und keine gerichtlichen Anweisungen oder NGO`s seit Jahrzehnten bewirken konnten, ein Virus hat es geschafft! Eine äusserst wünschenswerte Tatsache, dass dieses qualvolle Touristenreiten auf Elefanten nun endlich ein Ende gefunden hat. Die Vermutung liegt nahe, dass das Touristengeschäft auf Grund der Corona-Pandemie grosse Einbussen erlitten haben wird, was womöglich eine positive Auswirkung auf künftige Touristenritte mit Elefanten in Jaipur und ganz Asien haben wird. Doch stellt sich die Frage, was tun mit den „arbeitslosen“ Elefanten, wenn es keine Auffang-Camps gibt, und die Versorgungslage für die Elefanten ohnehin schon miserabel ist? Gute 250 kg Futter pro Elefant/Tag, und mindestens ebensoviel Wasser !

Die Corona-Pandemie stellt uns vor neue Aufgaben, für die wir allerdings nicht erst seit Beginn der Pandemie kämpfen. Einmal davon ausgegangen, dass 75 % aller Infektionskrankheiten sog. Zoonosen sind, d-h. sie werden von wild lebenden Tieren auf den Menschen übertragen, sollte uns spätestens JETZT einmal mehr klar geworden sein, dass langfristig der Schutz des Lebensraumes der Wildtiere oberste Priorität haben muss, ebenso, wie wir Rescue-und Rehabilitation- Zentren für die Elefanten brauchen.
Ganzer Bericht von Brigitte Uttar Kornetzky als PDF

November 2019

Brigitte Uttar Kornetzky weibelt zur Zeit wieder in Indien für ihre Schützlinge, die Elefanten. Sie beeindruckt mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Film «Where the Elephants sleeps» und als umtriebige Elefantenschützerin, hier am Internationalen Science Festival als Ehrengast und "Chief Guest of this festival".
Mehr News auf Brigittes Facebook-Seite

Der Film, der keinen kalt lässt

Der mehrfach ausgezeichnete Film „WHERE THE ELEPHANT SLEEPS“ von Brigitte Uttar Kornetzky gibt einen Einblick in das Leben der Dickhäuter Indiens im Elefantendorf Hathigaon in Jaipur. Alle Elefanten müssen unter widrigsten Bedingungen im Tourismusgeschäft am berühmten Amber Fort schuften; sie sind gleissender Sonne, schlecht ernährt und müssen ihr Dasein in Isolationshaft fristen. Sie haben kaum Ruhepausen, viele leiden an Footrot, der sog. Stoppellähme, oder an Tuberkulose. Medizinische Behandlung für sie gibt es nicht, es sei denn, Elefanten in Not kommt mit Fusspflege zu Hilfe. Während die weiblichen Elefanten im Norden Indiens im Tourismusgeschäft arbeiten, müssen ihre männlichen Kollegen, die Tusker, im Süden Indiens als Tempelelefanten parieren oder sind zu Schwerstarbeit im Wald verurteilt.

Mehr Infos und Trailer zum sehenswerten Film

Botschafterin für die Elefanten

Die Aufenthalte von Brigitte in Indien sind vollbepackt mit Treffen, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung. Zum Durchatmen bleibt kaum Zeit.
Auch während der Reise anfangs 2019 hat sie viele Schulen, Unis und Veranstaltungen besucht und sich unermüdlich für ein besseres Leben und gegen die Zerstörung von Lebensraum der Dickhäuter eingesetzt. Die Aufführungen von „WHERE THE ELEPHANT SLEEPS“ fanden oft in zwei Klassen pro Tag und Schule statt, sodass der Film einige tausend junge Studenten erreicht hat.
Brigitte's Bericht ihrer Reise 2019 als PDF

 

Das neue Mahout-Projekt: Erziehung OHNE Gewalt

Gute Mahouts in Indien sind sehr selten. Langfristig soll ein Mahout-Schulungszentrum entstehen, an dem die Teilnehmer ein begehrliches Zertifikat ihrer Teilnahme erhalten. Der jahresbeste Mahout wir mit einem Zertifikat „Best Mahout Jahr xxxx) ausgezeichnet. Der Sinn liegt darin, denen die am wenigsten verdienen und Tag und Nacht bei ihren Tieren, den Elefanten verbringen, eine wohl verdiente Anerkennung zu Teil werden zu lassen. Dafür allerdings müssen sie ihre traditionellen Erziehungsmethodenüberdenken und Schläge, Anschreien und Gewaltanwendungen in Lob und Belohnung umwandeln.
 

Mehr Infos

Brigitte Uttar Kornetzky hat ihr Leben den Elefanten verschrieben und ist unermüdlich daran, sich für ein besseres Leben einzusetzen. Ihre umfangreiche Arbeit hat sie u.a. im Jahresbericht 2018 beschrieben.

Spenden oder Elefantenpatenschaften via Tierbotschafter: Vermerk Elefanten/Indien oder direkt auf www.elefanteninnot.com